Ferne Nähe

Ferne Nähe

Datum: 06. Oktober 2011
Komposition: Daniel Smutny
Produktion/Festival: Festspielhaus Hellerau
Ort: Hellerau, Dresden

Wohin mit den überschüssigen Gefühlen, wenn das eigene Leben rundum fremdverwaltet wird? Wie umgehen mit dem existentiellen Pathos der eigenen Empfindungen, wenn sie eigentlich nur noch als vegetative Erregung oder in Form von Zynismen geduldet werden?
Daniel Smutny macht diese Fragen zum Thema seiner ersten Oper. Gemeinsam mit dem Librettisten Constantin von Castenstein hat er einen Stoff entwickelt, der acht Menschen, dargestellt von vier Sängern und vier Tänzern, in der Chill-Out-Lounge eines Finanzkonzerns mit ihren unerfüllten und unerfüllbaren Sehnsüchten ringen lässt. Die Instrumentalbesetzung mit einem Schubert-Oktett verweist in eine Epoche der hochgespannten Emotionen und auf die große kammermusikalische Tradition der Romantik, die Daniel Smutny auch musiksprachlich als Ausgangsmaterial seiner Komposition dient.

mit:
Olivia Stahn (sopr), Cathrin Kirchner (mezzosopr),
Gunnar Brandt-Sigurdsson (ten), Herman Wallén (bar)
Anne-Luise Recke, Maya Lipsker, Florian Bilbao, Ricardo de Paula (Tanz)

Courage – Dresdner Ensemble für Zeitgenössische Musik

Inszenierung: Sommer Ulrickson
Ausstattung: Alexander Polzin/Nicola Minssen
Musikalische Leitung: Titus Engel

Tonlagen 2011 – Festspielhaus Hellerau, Dresden